Bioclear Earth - macht Gülle "flüssigkeitsfrei"


Die bodennahe Ausbringung von Gülle ist ein wirksames Mittel zur Reduzierung der Stickstoffemissionen. Leider gibt es immer mehr Anzeichen dafür, dass diese Methode der Gülleverwertung auch Nachteile hat. Bei der Ausbreitung werden die Bodenstruktur (Austrocknung, Verdichtung), das Bodenleben (weniger Würmer, weniger reiche mikrobiologische Population) und letztendlich auch die Artenvielfalt (weniger Wiesenvögel) negativ beeinflusst. Neben dem Ammoniak entweicht auch das Treibhausgas Methan aus dem Mistkeller in die Atmosphäre.

In dem Bionik-Projekt "Gülle flüssigkeitsfrei machen" hat Bioclear Earth nach Prinzipien aus der Natur gesucht, um einen nachhaltigeren Umgang mit Gülle zu finden. Die Idee war, die bodennahe Ausbringung von Gülle in Grün- und Ackerflächen so zu verändern, dass der flüchtige Ammoniak aus der Gülle gebunden wird. Denn wenn Ammoniak nicht mehr flüchtig ist, erübrigt sich die bodennahe Ausbringung. Hierzu wurden zunächst verschiedene Prinzipien aus der Natur untersucht, u.a. das Verhalten der Mistkäfer. Mistkäfer nutzen Sonnenwärme in Kombination mit Lufttrocknung zum Verdampfen von Güllewasser. Danach formen sie aus dieser Gülle Bällchen und legen sie mit ihren Eiern in den Boden. Diese Form der Mistinjektion macht den Boden fruchtbar. Diese Prinzipien wurden dann weiter ausgearbeitet, auf Machbarkeit getestet und für die drei vielversprechendsten Lösungen wurde ‘proof-of-principle’ erbracht.

Foto 1: Der Mistkäfer als Inspiration 

Foto 2: behandelte Gülle

Bioclear Earth möchte einen Beitrag zur Verbesserung der Bodenqualität leisten und sucht daher interessierte Parteien, um das erfolgreiche Bionik-Projekt weiter zu verfolgen. Durch ein Demonstrator-Projekt auf repräsentativer Datenbasis zur nachhaltigen Gülleproduktion sollen Erkenntnisse erlangt werden, wie die Vision von Bioclear Earth zum Gülleeinsatz dazu beitragen kann, dass die niederländische Landwirtschaft nachhaltiger wird.

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10 Februar 2020

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